Senoi
Garfield zitiert Kilton Stewart um an Hand der Senoi, einem Naturvolk in Malaysia, das "ideale Traumsyste "zu präsentieren. Gleich vorneweg ich war begeistert und habe gleich im Internet nach weiteren Quellen über die Senoi gesucht und habe dann einen kritischen Artikel über Stewart gefunden, der die allzu positiven Ausführungen Stewart in Frage stellt. Nichtsdestotrotz ist das hier präsentierte System faszinierend und durchaus beachtenswert und diskussionswürdig. Konstruktivistisch gesehen würde ich sagen:" Kreieren wir unsere Welt in unseren Träumen, denn wir können uns entscheiden wie wir träumen wollen."
Die Senoi sind ein friedliches Volk, die kriegerischen Nachbarstämme fürchten sich vor ihrer Spiritualität. Sie schaffen es Gemeinschaftgeist und Individualität miteinander zu verbinden, eine sehr reizvolle Idee, da ich mich an Psychologievorlesungen erinnere, in denen mir dieses Ansinnen als schwer überwindbares Problem präsentiert wurde.
Die Senoi betreiben Monogamie, Polygamie und Polyandrie, sie besitzen eine bemerkenswerte emotionale Reife. Sie benötigen für den Bau eines Langhauses 1 Woche, um im Dschungel für die Pflanzungen Rodungen vorzunehmen ebenfalls 1 Woche und für die tägliche Nahrungsbeschaffung 2 - 3 Stunden. Die restliche Zeit verwenden sie um ihre Traumvorhaben umzusetzen. Daß wir eigentlich wesentlich kürzer arbeiten müßten, um unsere Bedürfnisse ist auch schon einigen revolutionären Autoren aufgefallen. Esther Vilar hat das Konzept der 25 Stunden Woche für beide Elternteile formulierte ( Der dressierte Mann)

