Der Baum der Erkenntnis
Die biologischen Wurzeln des Erkennens
Humberto R.Maturana/ Francisco J.Varela
Mir hat an diesem Buch sehr gut gefallen, daß hier die These Darwins "The survival of the fittest" wiederlegt wird. Demnach gibt es nicht die Umwelt an die ein Lebewesen sich anzupassen hat; Sondern das Lebewesen und die Umwelt bilden gemeinsam ein zirkuläres System in dem sich beide gegenseitig beeinflussen. Maturana/Varela bezeichnen die Evolution als natürliches Driften.
Hier eine Geschichte aus diesem Buch, die mir sehr gut gefallen hat:
Auf einer Insel sehnten sich die Bewohner danach auszuwandern um ein besseres Leben führen zu können. Doch die praktischen künste der Schiffahrt und des Schwimmens waren nie erfunden worden. Einige weigerten sich über mögliche alternativen nachzudenken, andere versuchten an Ort und Stelle ihre Probleme zu lösen. Ab und zu erfand einer der Inselbewohner die Kunsst des Schwimmens neu, und manchmal kam zu diesem ein hoffnungsvoller Schüler, worauf sich meist folgender Dialog entspann.
"Ich möchte schwimmen lernen."
"Mochten Sie einen Vertrag aushandeln?"
"Das ist nicht nötig. Ich muss nur meinen Sack Kohlrüben mitnehmen können."
"Was für Kohlköpfe?"
"Na das Essen, das ich auf der anderen Seite brauchen werde." ,"Dort gibt es besseres Essen."
,,Wie soll ich das verstehen? Ich kann dloch nicht sicher sein. Nein meine Kohlköpfe muss ich mitnehmen."
"Aber mit einem Sack Kohlköpfe können Sie nun mal nicht schwinmen."
" Dann kann ich auch nicht mitkommen. Sie nennen es eine Last, ich eine lebenswichtige Nahrung."
,,Sagen wir einmal allegorisch statt Kohlköpfe VERMUTUNGEN, Meinungen vorgefasste Vorstellungen, oder GEWIßHEITEN . . . Was dann?"
,,Ich gehe mit meinen Kohlköpfen lieber zu einem Lehrer, der versteht was ich brauche."


