Was wir von wachbewußt träumenden Yogis lernen können
In diesem Kapitel bezieht sich Garfield auf die tibetanische Yoga- Sekte, welche sich mit der Traumkontrolle befaßt (mahayanischer Buddhismus oder Lamaismus)
Der Yogi ist sich als Erzeuger seiner Traumbilder bewußt, deshalb hat er auch keine Angst, denn er kann seine Bilder jederzeit ändern.
Ziel der Yogis ist die Vereinigung mit dem Göttlichen. Yoga bedeudet in Sanskrit "verbinden". Um dies zu erreichen hat er 6 Lehren zu meistern.
1. die Lehre von der psychischen Wärme
2. die Lehre vom trugvollen Körper
1. Die Yogis müssen sich im Winter mit drei nassen Decken in den Schnee setzen und mit ihrer psychischen Wärme alle drei Decken trocknen, dadurch erfahren sie, daß Kälte eine Illussion des Körpers ist. Ein eindrucksvolles Beispiel aus dem Westen ist die Geschichte einer Frau, die nach einem Autounfall das Auto in die Höhe hebt um ihr Kind zu befreien. Erst nachdem sie ihr Kind ins Krankenhaus gebracht hat, bricht sie zusammen. Die Ärzte stellen ein gebrochenes Rückgrat fest.
3. die Lehre vom Zustand des Träumens
Die Lehre vom Traumzustand umfaßt vier Stufen: 1. die Natur des Traumzustands verstehen. 2. den trauminhalt verwandeln. 3.erkennen, daß der Trauminhalt eine Illusion ist 4.über den Trauminhalt meditieren
Wenn er erkennt, daß sowohl die im Traum als auch im Wachzustand gemachten Wahrnehmungen von ihm selbst erzeugt werden, also erzeugt werden, dann kann er sich mit der Lehre von reinen Licht auseinandersetzen
4. die Lehre vom reinen Licht
Er wird verstehen, daß alles in Universum nur ein Teil des höchsten Traumes, des Traumes des Buddha ist.
5. die Lehre vom Zustand nach dem Tod
Nachdem Tod kommt der Yogi in den Nachtod-Zustand (Bardo) Dieser dauert 49 Tage, bei ungenügender spiritueller Entwicklung kann er 500 - 1000 Jahre andauern. In diesem Zustand ist es wichtig die Visionen zu verkraften um sich vom Wechsel Tod - Wiedergeburt zu befreien. Schafft man das nicht, ist das Leiden groß und man versucht diesem Leiden durch eine Wiedergeburt zu entkommen. Hier kann man den Mitteln der Traumkontrolle sich von der Wiedergeburt befreien. Wenn man weiß, daß die schrecklichen Visionen nicht "real sind", dann ist eine Flucht aus Angst in die Wiedergeburt nicht notwendig.
6. die Lehre der Bewußtseinsübertragung
Anstatt einer Wiedergeburt kann man sein Bewußtsein aus dem Nachtod-Zustand in einen neuen Körper übertragen, wobei mir selbst der Unterschied zwischen Wiedergeburt und Bewußtseinsübetragung noch nicht ganz klar ist.
