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Drogen und höheres Bewusstsein bei Amazon kaufen

Gebundene Ausgabe
220 Seiten
At-Verlag
Erscheinungsdatum: März 2000
ISBN: 385502684X

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www.drweil.com

Drogen und höheres Bewusstsein - Andrew Weil

2. Eine Tendenz, den Sinnen und durch sie der äußeren Wirklichkeit verhaftet zu sein.

Viele Psychiater spekulieren oft über die unbewussten Gedanken ihrer Patienten ohne diese aus direkter Erfahrung selbst zu kennen, somit ist dieser Teil des Geistes nur intellektuelle Konstruktion.

3. Eine Tendenz, die Aufmerksamkeit auf äußere Formen anstatt auf den inneren Gehalt zu richten und somit dem Materialismus zu verfallen.

Die Bindung an die Sinne führt zur Hypothese, dass die äußere Wirklichkeit die ganze Wirklichkeit darstellt.

4. Eine Tendenz, Unterschiede statt Gleichartigkeiten zwischen den Phänomenen zu erkennen.

Menschen, die an den Intellekt gebunden sind, können nicht aufhören Unterschiede wahrzunehmen.

Textauschnitt:

"Die grundlegende Unterscheidung, die vom Intellekt gemacht wird, ist die zwischen Ich und Nicht-Ich; die Empfindung des Ich als verschieden von allem anderen im Universum ist die tiefste Wurzel des Ichbewusstseins. Darüber hinaus ist vom Ich aus betrachtet alles, was Nicht-Ich ist, potenziell bedrohlich, weil es die Macht hat, das ganze Vorstellungsgebäude zu untergraben, das der Intellekt so sorgfältig aufgerichtet hat. Deshalb müssen diejenigen, die noch nicht gelernt haben, das Ichbewusstsein aufzugeben, notwendigerweise das tiefe Gefühl von Isolation erfahren, das einige Philosophen als normale menschliche Lebensbedingung betrachten. Mit dieser existentiellen Einsamkeit geht die unvermeidliche Überzeugung einher, dass man von einem feindlichen Universum umgeben sei. Alles was da draußen Nicht-Ich ist, scheint darauf versessen zu sein, die zerbrechliche, isolierte Seifenblase Ich zu zerstören. Die Freude, von der mystische Erfahrung (oder jede Art von Ichverlust) durchweg begleitet ist, ist einfach die natürliche Empfindung, die aufwallt, wenn dieses Gefühl angsterfüllter Isolation endet. Diese Gedanken sind nicht bloß theologische Abstraktionen. Ich möchte sie mit einem Beispiel aus meiner eigenen Erfahrung illustrieren. Wie viele meiner Freunde projizierte ich mein Gefühl der Feindseligkeit der Natur auf bestimmte Insekten, und obwohl meine Angst vor ihnen nicht das Ausmaß einer Phobie annahm, war sie doch so stark, dass ich mich in der freien Natur nie ganz entspannen konnte. Obwohl ich es damals nicht verstand, entsprangen solche Gefühle nur daraus, dass ich diese Insekten (besonders Bienen und Wespen) als grundlegend verschieden von mir betrachtete und »deshalb« fähig, mich zu verletzen.

--> Drogen und höheres Bewusstsein Teil 7

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