Drogen und höheres Bewusstsein - Andrew Weil
Textauschnitt:
"Zudem bekenne ich mich nicht länger zu der negativen Hypothese,
dass Marihuana die normale Verarbeitung von Wahrnehmungsdaten störe.
Ich beobachte vielmehr, dass man in veränderten Zuständen des
Bewusstseins oft die Fähigkeit erlangt, seine Wahrnehmungen in neuer
Weise zu interpretieren, und dass diese Fähigkeit der Schlüssel
zur Freiheit von den Fesseln der Sinne zu sein scheint"
Kein Drogenproblem am Amazonas
Im Amazonasgebiet gibt es Gesellschaften, die freizügig Drogen nehmen, um das Bewusstsein zu verändern und nicht um zu rebellieren. Sie verwenden Stimulanzien, vor allem Halluzinogene und nicht Sedativ-Hynotika oder Betäubungsmittel. Er ortet bei ihnen nicht die Probleme, die bei Usern in den Staaten auftreten, da sie natürliche Drogen verwenden. Wird die als wirksam erkannte Substanz aus der Pflanze isoliert (Kokain aus Coca) wird die Wirkung intensiver und gefährlicher. Wir wissen nicht wie z.B bei Opium, das neben dem Alkoloid Morphin 21 anderen Alkoloide enthält, sich diese verhalten. Es wäre ein Fehler eine Substanz als wirksam und die anderen als unwirksam abzutun.
Der Sclüsselfaktor unseres Drogenproblems ist, daß wir Drogen aus Langeweile oder aus Kummer nehmen. Er betont, daß er jedes Mal, wenn er einer Depression entfliehen wollte, genau das Gegenteil erreicht hat.
Wieder mal die Wissenschaft
Er kritisiert den Vergang der Wissenschaft einen Stoff aus Pflanzen zu isolieren und die Wirkung von Kokain anstatt Coca Meskalin anstatt Peyote, Psilocybin anstatt magischer Pilze und THC anstatt Marihuana zu erforschen.


