Patricia Garfield - Kreativ träumen 5
Falsches Aufwachen und Flugträume
Diese beidenTraumereignisse treten oft in Zusammenhang mit einem luziden Traum.
Beim falschen Aufwachen wacht man mehrmals hintereinander in einem anderen Traum auf.
Philosophisch betrachtet ist das Leben ein weiterer Traum, aus dem man noch nocht aufgewacht ist.
Man kann, wenn man das falsche Aufwachen bemerkt, einen luziden Traum herbeiführen. Wenn einem bei einem Alptraum an der Stelle, an der man meist erwachen möchte sihc bewußt wird das man träumt, kann man mit dem Wissen, daß einem nichts passieren kann luzid weiterträumen.
Doch es besteht die Gefahr bei zuviel Emotion aufzuwachen. Deshalb empfiehlt Garfield luzide Träume zu genießen, ohne sich allzusehr emotional zu engagieren.
Flugträume hingegen können einen luziden Traum vorankündgen; sie sind oft Vorboten.
Konzentriert man sich auf Flug oder luzide Träume tagsüber, dann sind diese Vorhaben im Traum leichter umsetzbar. Forster beobachtete beispielsweise tagsüber den Flug der Lerchen und Turmfalken, bevor sie sich im Traum damit auseinandersetzte.
Menschen an der Schwelle des Todes haben oft Flugträume. Angeblich soll es sehr schwierig im Traum sein seinen eigenen Namen auszusprechen, man erwacht beim versuch sofort., scheint aber nach größerer Übung doch zu funktionieren.
Einen Überblick über die Flugtraumhypothesen gab Havelock Ellis, ein britischer Sexual- und Traumforscher in seinem Buch "The World of Dreeams".
1. Der Wunsch zu fliegen bedeudet nach Freud nichts anderes als das Verlangen nach sexueller Betätigung. (Freud hatte selbst keinen Flugtraum. )
2. Der amerikanische Psychologe Stanley Hall vermutet, daß Flugträume eine Art Erinnerung an unser Leben im Urmeer sind, daß sie psychische Überbleibsel darstellen , die mit den rudimentären Kiemenspalten verglichen werden können, die man manchmal beim Menschen oder anderen Säugetieren findet.
3. Flugträume sind Exkursionen des Astralskörpers.
4. Er selbst glaubt, daß Flugträume durch eine Veränderung des Atmungprozesses in Kombination mit den aufgehobenen Tast und Druckempfindungen
der Füße zustandekommen
